… hat uns der weibliche Zweibeiner am Sonntag als er zur Hirschjagd ging.
Gleich vorweg: Sie war, nach mehreren vergeblichen Ansitzen im letzten Jahr und zwei in diesem Jahr, erfolgreich.
Was hätten wir und gut gemacht vor dem Hirschen; nun nur mit Hut.
Für Nichtwissende: Der Fichtenzweig am Hut ist der Schützenbruch. Dieser wird dem Erleger nach erfolgreicher Jagd mit einem Waidmannsheil überreicht und dann an den Hut gesteckt. Aporopos Hut, den hatte der weibliche Mensch bei den vorangegangenen Ansitzen nicht dabei…

Nun zur Jagd an sich, die wir nur von Hören-Sagen kennen.
Sonntag gab es, nachdem es spät sonnig geworden war, einen wunderbaren Herbstabend. Um 18 Uhr haben sich der weibliche Mensch und seiner Standbegleitung getroffen und gemeinsam sind sie ins Revier gefahren. Kaum, dass sie saßen tauchte im Wald ein Alttier mit Kalb auf, das aber nicht auf die Wiese trat und alsbald begannen auch die alten Hirsche an zu röhren. Die sinkende Sonne zauberte ein warmes rotes Licht auf die Bäume. Es herrschte insgesamt eine schöne Stimmung.
Und dann kam der Hirsch. Er stand zunächst im Altholz und Jochen, die Standbegleitung und sehr erfahrener Jäger sagte sofort: „Der passt, mach dich fertig.“ Also sofort Waffe entsichern und in Anschlag gehen. Der Hirsch trat auf die Freifläche, stand auch perfekt breit, so dass unser weiblicher Zweibeiner eine guten Schuß antragen konnte.
Und da ist er nun, der Hirsch, ein sogenannter 3b Hirsch – Hirsch vom 3. Kopf oder für Nichtjäger ein 4 jähriger Hirsch – mit einem 8er Geweih.
Der Fichtenzweig im Maul – Jäger sagen Äser – ist der „letzte Bissen“, den man zu Ehren des erlegten Stücks selbigen in den Äser schiebt.
Im Vergleich dazu ein sogenannter 1er Hirsch, ein 11-12 jähriger Hirsch. Den hatte Jochen, die Standbeleitung 4 Tage zuvor im selben Revier erlegt.
Falls sich jemand zum Hirschragout anmelden will, daraus wird nix. Das Fleisch gehört dem fürstlichen Rentkammer. Unser weiblicher Zweibeiner kriegt nur die Trophäe.