„Shit happend“…

… heißt es im englischen Sprachraum.
 „Jupp“, das kann unser weiblicher Mensch bestätigen.
Was war passiert?
Am vergangenen Donnerstag war unsere weiblicher Mensch mal wieder zum französischen Zweitwohnsitz gefahren, denn am nächsten Tag sollten Möbel geliefert und aufgebaut werden.
In Lesseux angekommen musste erst mal das Auto entladen werden und weil es wieder mal pickepacke voll war, dauerte das Auspacken und Wegräumen eine Weile. Als man dann – es wurde schon dunkel – zum Tanken und einem Hundegang aufbrechen wollte, stellte unser weiblicher Zweibeiner fest, dass das Portemonnaie verschwunden war.
Großer Schreck, Adrenalinstoß!

Ok, nachdenken – geht schlecht wenn man aufgeregt ist – wann war es zu Letzt benutzt worden?
Supermarkt! Man hatte in Villé einen Einkaufsstopp eingelegt.
Wer kann nun helfen? Fabrice, der französischen Geschäftsführer der Frankreich Niederlassung der Firma unserer Menschen! Der wurde also angerufen und er fragte sofort im Supermarkt nach. Nein, ein Portemonnaie war nicht gefunden worden, aber er wolle gleich am Morgen bei der Gendarmerie fragen, jetzt sei sie schon geschlossen. Gut, das beruhigte unseren Menschen nicht wirklich. 
Mist, Mist, Mist!
Ein Gedankenblitz – nach dem Einkaufen hatte der weibliche Zweibeiner noch eine Hunderunde gedreht und da musste er mal dringend in die Büsche. Sollte das Portemonnaie beim Anlupfen der Jacke aus der Tasche gefallen sein? Möglich. Also Leuchthalsbänder an die Hunde, Taschenlampe geschnappt und ab nach Villé.
Dort passierte dann das Elend. Französische Straßen sind ratzedunkel und so bog unser weiblicher Mensch in den falschen Wirtschaftsweg ab. Ok, nicht schlimm, Auto wenden und wieder auf die Straße. Tja, wie aus heiterem Himmel gab es einen Schlag und dann war das Auto nicht auf der Straße, sondern im Graben gelandet! Diese Sch…gräben, die in ganz Frankreich rechts und links der Straße sind! Schon immer hatte unsere weiblicher Zweibeiner diesen argwöhnt! Wieso war er nun in einem gelandet? 

Wegen des großen Wendekreises war das Auto neben der, den Graben überquerenden Rampe gelandet und stand somit direkt vor dem Graben, der wiederum wegen der langen Motorhaube und der Dunkelheit nicht zu sehen gewesen war. Im Scheinwerferlicht lag nur die Straße.
Gottseidank schaffte es der Wagen aus dem Graben heraus – Geländewagen eben.
Im richtigen Wirtschaftsweg wurde der Schaden im Schein der Taschenlampe begutachte – sah erst mal nicht so schlimm aus, obwohl der Schlag, den es getan hatte, nichts Gutes hatte verheißen lassen.
Am nächsten Morgen, im Hellen, sah es dann auch deutlich schlimmer aus als im Schein der Taschenlampe.


Natürlich war das Portemonnaie nicht zu finden gewesen. Also, alles für nicht wieder nichts und nun auch noch das Auto kaputt gefahren.
 Auf dem Rückweg wurde schon mal resümiert was alles im Portemonnaie war.
 
Alles!
Neben Bargeld, Bank- und Kreditkarten, diverse Kundenkarten, Personalausweis, Führerschein, Wagenpapiere und Krankenkassenkarte. Super, der „Worst Case“ war eingetreten.
Das wird eine Rennerei bis man das alles wieder hat.
Als erstes wurden alle Kredit- und Bankkarten gesperrt.
Toll, bei den Möbeln, die am nächsten Tag geliefert werden sollten, sollte die Restzahlung in bar oder bevorzugt per EC Karte erfolgen und die war a) nicht da und b) gesperrt.
Doch, oh Wunder, es gibt noch ehrliche Menschen! Bei der Gendarmerie war tatsächlich das Portemonnaie abgeben worden. Nun ja, so ganz ehrlich war der Finder nun doch nicht. Der freundliche Mensch war so frei gewesen sich in Sachen Finderlohn selbst zu bedienen und hatte sich sämtliche 50 Euro Scheine – 3 Stück – aus dem Portemonnaie genommen. Immerhin hatte er 50 Euro in kleinen Scheinen drin gelassen. Ok, geschenkt, unsere Mensch war heilfroh, dass das Portemonnaie wieder da war.
Nun hieß es geschwind die EC Karte wieder zu entsperren, damit die Möbel bezahlt werden konnte. Also, Kundenbetreuerin anrufen. Die war, wie sich herausstellte, nicht mehr in der Filiale stattdessen war jemand anderes zuständig. Die Dame sei jedoch momentan nicht am Platz, hieß und man würde ihr eine Rückrufbitte hinterlassen. Doch nichts geschah. Also hakte unser Mensch nach und ließ sich die Durchwahl geben. Dort ging dann eine ganz andere Dame an den Apparat, denn die Frau-zuständige-Sachbearbeiterin war gar nicht im Hause. Aha, deswegen gab’s keinen Rückruf. Gott sei Dank war die andere Dame ebenfalls in der Lage die Bankkarte zu entsperren und so konnten wenigstens die Möbel bezahlt werden.
Was für ein Stress!

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